Meine Erlebnisse mit einem Emailprovider
Sonntag, 29. Juni 2008
Warum weitere Antworten von GMX ausblieben, zeigte sich sehr bald.

Ein Brief per Standardpost, mit Datum vom 09.05.08, erreichte mich:

Diesmal jedoch nicht mehr von GMX, geschweige denn von 1und1, sondern ein Inkassobüro mit dem klangvollen Namen BFS risk & collections GmbH im Briefkopf, als Firmenlogo rechts daneben allerdings ein abweichender Name infoscore INKASSO, meldete sich dann auch mal zu Wort:

Forderung der
GMX Internet Services GmbH
aus Dienstleistungsvertrag

Sehr geehrter Herr xxx,
wir zeigen an, dass uns das vorbezeichnete Unternehmen beauftragt hat, seine Interessen Ihnen gegenüber wahrzunehmen.

Aus den uns zur Verfügung gestellten Unterlagen ergibt sich, dass Sie unserer Auftraggeberin aus laufender Geschäftsbeziehung die nachfolgend aufgeführten Beträge - einschließlich unserer Inkassovergütung - schuldig sind:

Haupt- / Restforderung 19,36 EUR

5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen bis zum 16.05.2008 0,04 EUR

Vorgerichtliche Mahnauslagen 10,00 EUR

Auslagen gem. § 670 BGB 7,00 EUR

Inkassovergütung 12,30 EUR



Wir fordern Sie auf, den Gesamtbetrag von 48,70 EUR

bis zum 16.05.2008 an uns zu überweisen

Nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist werden wir umgehend das gerichtliche Mahnverfahren gegen Sie einleiten.
Wir weisen schon jetzt darauf hin, dass für diesen Fall die Gesamtforderung zum Zwecke der gerichtlichen Einziehung
an uns abgetreten wird.
Mit freundlichen Grußen

BFS risk & collection GmbH

Dieses Schreiben ist maschinell erstellt und ohne Unterschrift gültig


Gemäß § 33 Abs. 1 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) teilen wir Ihnen mit, dass wir gemäß § 28 Abs. 1 Nr. 2 BDSG die zur Durchführung unseres Einzugsmandats notwendigen Daten zu Ihrer Person wie Name, Adresse, ggfs. Voranschriften und Geburtsdatum, sowie Date zum Stand der Vorgangsbearbeitung (z.B.Mahnverfahren, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen) speichern.


Hey, so dachte ich, nicht schlecht, da steht ja eine normale Telefonnummer unter dem Firmenlogo!
So ganz ohne Servicenummernkosten von 0,99 EUR/min.!

Da kann man ja mal anrufen, weil kostet ja nichts. Ist ja durch die 1und1 Telefonflatrate abgedeckt, gelle?


Also eigentlich geschockt war ich nicht mal durch dieses Inkassobüro, welches seinen Namen für ungeklärte Forderungen hergibt.

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich in grauer Vorzeit selbst mal für einen Internetserviceprovider (ISP) tätig war.
Jawohl, sogar im (Achtung, nicht lachen!) Kundenservice!

Aus eben dieser Zeit ist mir durchaus geläufig, dass unbequeme Forderungen gerne mal massenweise (so etwa einmal im Monat im Bündel, je nach Fälligkeitsdatum einer Forderung an Kunden) zum Schnäppchenpreis an interessierte Inkassounternehmen verkauft werden.
Ich betone: Sie werden verkauft!

Also nichts mit "Wir haben den Auftrag, bla... ." Unser Auftraggeber, ...sülz..." usw. Schon mit der Übergabe an ein Inkassobüro klinkt sich der gemeine ISP aus.
Die offenen Rechnungsposten bestehen für ihn einfach nicht mehr. Ebensowenig, wie der Kunde.

Die Forderung wird abgetreten!

Damals zahlte unser (namhaftes) Partner-Inkasso im Schnitt 40 % der eigentlichen Forderung an uns.
Wir, der ISP, hatten den Spatz in der Hand, und sie die fette fette Taube auf dem Dach.
Mussten sie halt nur noch selbst runter schießen.

Folgendes Rechenbeispiel hätte seine Gültigkeit, sollte dieses, sich an mich wendende, Inkassounternehmen ähnlich handeln, wie unser damaliges:

Eigentliche Forderung (sogenannte Hauptforderung):
19,36 EUR

Bezahlt an den ISP zum Aufkauf dieser Forderung:
7,74 EUR

Dem vermeintlichen Schulder gegenüber geltend gemachte Gesamtforderung:
48,70 EUR

Gewinn vor Abzug der tatsächlich entstandenen Kosten (automatisierter Brief, usw.):
40,96 EUR

Gut, folgende Einschränkung müsste man bei diesem Beispiel machen:
Dieser Gewinn gälte selbstversändlich nur für den Fall, dass der betroffene Adressat, wie in diesem Fall meinereiner, auf die vom Inkassounternehmen behauptete Forderung eingeht.
Entweder aus spontaner Einsicht, oder um weiterem Ärger aus dem Weg zu gehen.

Auf gewisse Weise einschüchternd wirken solche Schreiben von Inkassounternehmen in jedem Fall...

Soviel zum Thema "Drohkulisse"

Beim nächsten Mal lest Ihr von meinem Anruf bei eben diesem Inkassounternehmen.






schickte ich eine weitere Mail an GMX, die übrigens bis zum heutigen Tage, dem 29. Juli 2008, unbeantwortet blieb.

Diesmal, dank zwischenzeitlich eingetretener und schon an anderer Stelle angedeuteten Sperrung meines GMX-Accounts, mit einer alternativen Emailadresse als Absender.
Nicht mal in den GMX-Kundencenter konnte ich mich noch einloggen.

Hier die Mail im Wortlaut, lediglich, wie immer, persönliche Daten unekenntlich gemacht:

Ich erinnnere an meine Anfrage vom 25.03.08

Ferner fordere ich Sie dazu auf, meine Emailkonten unmittelbar wieder frei zu geben. In einem ungeklärten Fall wie diesem ist es ganz klar nicht angezeigt, die Sperrung der langjärig genutzen Emailadressen zu veranlassen. Dies trägt in keiner Weise zu einer Einigung bei.

Zur Sachlage des weiteren: Sollten Sie uneinsichtig bleiben und auf Zahlung angeblich aufgelaufender Posten bestehen, werde ich mir fachlichen Rat einholen. Ferner werde ich in Betracht ziehen, mich an die Medien zu wenden. Es kann nicht sein, dass mir aufgrund einer firmeninternen Fehlleistung Kosten entstehen.

Mir ist selbstverständlich bekannt, dass GMX und 1und1 letztlich ein einziges Unternehmen sind, die zwei Firmen darstellen. Insofern liegt auch eine nachvollziehbare begründung vor, dass Sie überhaupt an die Daten meiner über 1und1 geführten Telefonate kommen. Auch hier ließe sich die EInhaltung des Datenschutzes in Frage stellen.

Die von Ihnen außerdem geltend gemachten Forderungen aus früheren Jahren in Höhe von zwei mal je 0,18 Euro, die Sie vermutlich aufgrund Geringfügigkeit nicht selbstständig trotz damals gültiger Einzugsermächtigung nicht abgebucht haben, habe ich zwischenzeitlich überwiesen.

Dennoch entsteht Ihnen aufgrund Ihrer Vermischung verschiedener Posten keinerlei Anspruch auf Zahlung des ansonsten geforderten Gesamtbetrages, geschweige denn auf Zahlung der auferlegten "Gebühren laut AGB".

Ich biete Ihnen hiermit nochmals die Gelegenheit, die Sachlage zu prüfen, ohne dass ich weitere Schritte einleite. Dennoch weise ich darauf hin, dass ich eher den Weg in die Öffentlichkeit suchen werde, als auch nur eine Minute ihre kostenpflichtige Hotline anzurufen, da ich ansonsten gezwungen wäre, Ihnen die mir dadurch entstehenden Kosten in Rechnung zu stellen.

Sparen Sie sich in jedem Fall jedoch eine Email wie die vom 24.04.08: " Zufrieden mit unserem Service?", solange in Wirklichkeit keinerlei Kontakt zustande kam. Ansonsten machen Sie sich auch noch der Vorspiegelung falscher Tatsachen schuldig.
Hochachtungsvoll

xxx


Man verzeihe bitte die auch hier angewandte Drohkulisse. Nur: Wie anders deutlich machen, dass man es ernst meint?






Die Antwort von 1und1 ließ nicht allzu lange auf sich warten.
Am 07.05.08 erreichte folgende E-Post den Kasten:

Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank für Ihre E-mail.

Leider ist es uns aus technischen Gründen nicht möglich Anfragen
bezüglich der GMX GmbH zu bearbeiten.

Bitte wenden Sie sich daher mit Ihrem Anliegen direkt an GMX unter der
E-mail Adresse gmxservices@gmx-gmbh.de.

Die Mitarbeiter werden Ihnen gerne weiter helfen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Romy xxx
Rechnungsstelle
1&1 Internet AG


Guuut, ich war nicht wirklich so vermessen zu glauben, die Drohgebärden bzgl. "Öffentlichkeitsarbeit" würden auch nur irgendwie fruchten.

Aber sollte ich doch davon Gebrauch machen, also von der Öffentlichkeit, so kann wenigstens keiner behaupten, er habe ja nichts gewusst ;-)

Was man in die Antwort von "Romy xxx". reininterpretieren kann:

Wir könnten uns dazu äußern, weil uns dazu durchaus Daten zur Verfügung stehen, wollen es aber nicht, weil es einen technischen Aufwand bedeuten würde, den ich scheue.
Und außerdem ist das eh ne andere Abteilung, also GMX. Sollen die sich doch um den Scheiß kümmern.

Man beachte die angeführten technischen(!) Gründe.
Nicht mit einem Wort wurde bestritten, dass GMX und 1und1 quasi eng miteinander verbandelt sind...
Vielleicht sollten sie von höherer Stelle schlicht dazu gezwungen werden, diese technischen Hürden zu überwinden?






Nach schier endlosem Brainstorming (Gehirnsturm hört sich eben doof an) kam ich auf die glorreiche Idee, doch auch mal 1und1 selbst zu Rate zu ziehen. Immerhin waren sie ja eigentlich mein Telefonieanbieter und sie haben ja sicherlich auch einen gewissen Anteil am Geschehen. Sollte man meinen.

Per Kundencenter also am 05.05.08 von 1und1 eine etwas ausführlichere (Entschuldigung!) Anfrage gestartet, die da im Wortlaut* so aussah:

Hallo!
Seitdem ich von der Telekom zu 1und1 komplett gewechselt habe, bekomme ich Rechnungen vom GMX für angeblich genutztes Netphone.

Da ich diesen Dienst nicht genutzt habe, sondern ausschließlich 1und1 als Provider für DSL und Telefonie in der Fritzbox habe, somit eine Nutzung des Dienstes unter dem Namen "GMX Netfone" auszuschließen ist,
zumal ich keinerlei Software von GMX auf meinem Rechner installiert habe, gehe ich von einer Fehlschaltung innerhalb Ihres Unternehmens
aus.

Sie bzw. GMX treten als zwei unterschiedliche Unternehmen auf.
Daher bitte ich Sie, auch die Kundendaten getrennt zu verarbeiten, damit solche Fehlleistungen garnicht erst zustande kommen.

Nachdem ich wegen fälschlicherweise erstellter Rechnung dem Unternehmen GMX die Einzugsermächtigung entzogen habe, selbstverständlich in einem Atemzug mit einer per Kundencenter eingereichten Bitte um Aufklärung passierte ein paar Tage garnichts, bis schließlich
kommentarlos TROTZ fehlender Genehmigung von meinem Konto abgebucht wurde.

Gleichzeitig wurde mir auf meine Anfrage eine Nutzung dieses Dienstes unterstellt. Eine Nutzung, die aufgrund technischer Gegebenheiten nicht möglich sein KANN.

Diese Abbuchung habe ich selbstverständlich stornieren lassen und erneut um eine Stellungnahme gebeten.
Auf mein Anliegen wurde in keinster Weise eingegangen, man könne mir keine andere Auskunft geben.
Es folgte eine Mahnung und mittlerweile sogar eine zweite Rechnung für den NÄCHSTEN Monat.

Mittlerweile ist sich der Unternehmensteil GMX zumindest dem Entzug der Einzugsermächtigung bewusst.
Als "Strafe" für mein Bemühen um Fehlerbeseitigung wurde mit heutiger Wirkung mein etwa 10 Jahre alter GMX-Account nebst zugehöriger
Emailadressen stillgelegt.

Dies ist nicht hinnehmbar!

Ferner ist es für mich NICHT hinnehmbar, dass ich aufgrund eines Schaltungs- oder Abrechnungsfehlers Ihrerseits eine Hotline anrufen sollte, die bis zu unverschämten 99 Cent/Min kosten würde.
Als Alternative bliebe der Emailkontakt, der aber nicht zur Aufklärung führt, da nicht reagiert wird, dennoch aber eine Bewertung über angeblichen telefonischen Kundenservicekontakt abgefordert wird.

Das Phänomen der angeblichen telefonischen Kundenkontakte, die jedoch nicht stattgefunden haben, kenne ich bereits aus vergangen Jahren mit
Ihrem Unternehmen, 1und1.
Eine Erklärung für diesen Missstand wurde mir gegeben und ich habe sie damals akzeptiert.

Nach vielen Monaten Ärger, den ich mit Ihnen als 1und1 bereits erlebt habe, war ich bereit, eine neue Vertragsbindung mit Ihnen einzugehen, sofern es nicht zu weiteren Problemen kommen würde.

Daher fordere ich Sie hiermit unmissverständlich auf, die Angelegenheit intern zu klären und mich umgehend über das Ergebnis zu informieren.
Sorgen Sie des weiteren dafür, dass meine Emailadressen bei GMX unmittelbar wieder freigeschaltet werden.

Abschließend füge ich hinzu:
Da sich der Streitwert aus 2 Monaten auf insgesamt "nur" 19,36 Euro beläuft, und darin sogar schon die zu Unrecht geforderten 9,60 Euro "Bearbeitungsgebühr" laut AGB enthalten ist, sehe ich bis auf weiteres
vom Einsatz eines Rechtstbeistandes ab.
Gleichwohl behalte ich mir das Recht hierzu vor und weise zusätzlich darauf hin, dass ich nicht davor scheue, die Angelegenheit sachlich und technisch von interessierten Fachleuten, auch aus dem Medienbereich, prüfen zu lassen.

Ich stehe Ihnen aufgrund meiner Arbeitszeiten telefonisch für Rückfragen am Montag weitestgehend ganztägig unter meiner Rufnummer xxx zur Verfügung.
Ggf. ansonsten unter meiner Ihnen bereits bekannten
Handynummer 01xxx.

HANDELN SIE!

xxx



*wie immer: persönliche Daten unkenntlich gemacht.






Wie eigentlich sogar erwartet, und auch schon mit verschiedenen Menschen aus meinem Umfeld diskutiert und beratschlagt, folgte eine weitere Rechnung -per Email .

Wohlgemerkt eine neue Monatsabrechnung, mit neuen Forderungen für den nächsten Abrechnungszeitraum!

Sehr geehrter Herr xxx,

anbei erhalten Sie Ihre Rechnung vom 26.04.2008...

Abrechnungszeitpunkt: 24.04.2008

Verbrauch: 1 Mon. ...



Diesmal ging es sogar um satte 7,11 Euro inklusive Mehrwertsteuer.


Habe ich also unverschämterweise trotz des Ärgers, der bereits seit einem Monat am Start war, einfach weiter die Dienste von GMX NetPhone genutzt!

Sowas gehört natürlich zu recht betraft!

Einerseits nen Lauten machen und andererseits einfach weiter diese Dienste nutzen... tztztz... uuuunbelehrbar!

Oder aber man könnte spätestens jetzt auf den Gedanken kommen, dass sich anbieterseitig, sei es 1und1 oder auch GMX (wie gesagt, faktisch mit einer Firma gleichzusetzen, vermutlich auch in technischer Hinsicht) irgendwo ein abrechnungsmäßiger Fehlerteufel herumtreibt und alles vielleicht ganz anders ist.






Zufrieden mit... war der Betreff der folgenden Antwortmail auf meine letzte Eingabe vom 21.04.08...

Weiter ging es wie folgt:

Sehr geehrter Herr xxx,

Sie selbst hatten bzw. ein Mitarbeiter aus Ihrem Hause hatte am 24.04.2008 Kontakt mit unserer kaufmännischen Serviceabteilung.

Unsere Mitarbeiter sind ständig bestrebt, ihre Service-Leistungen zu verbessern und legen daher großen Wert auf Ihre Meinung. Sie helfen uns dabei, indem Sie unseren Service unter

http://survey.gmx.de/survey.php?survey=601xxx&pl=1&case=967xxx

bewerten.

Sie benötigen dafür nur ein bis zwei Minuten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre GMX GmbH


[ Dies ist eine automatisch generierte Nachricht, bitte antworten Sie nicht an diesen Absender. Weitere Informationen finden Sie in der Online-Hilfe unter http://faq.gmx.net ]


Hatte also heimlich am 24.04.08 ein Mitarbeiter des Callcenters der kaufmännischen Serviceabteilung Kontakt mit mir oder einem Mitarbeiter aus meinem Hause aufgenommen... SCHOCK!

Und mir sagt keiner was davon???

Sauerei!

Dabei hätt ich so gern gewusst, wie dieser Kontakt ausgesehen hat :-(
War er telefonisch? Schriftlich? oder sogar... hihi... persönlich?

Scherz beiseite!

Also ich behaupte, nötigenfalls auch unter Eid, es gab keinen Kontakt zum besagten Datum. Weder mit einem kaufmännischen, noch mit einem wie auch immer gearteten Mitarbeiter!

Meine Vermutung (als Tatsache will ich es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht darstellen) ist, dass an jenem Datum sich einer dieses "Cases" (so nennt man in der Callcenterbranche... pardon... im Kundenservice.. Auseinandersetzungen mit Kunden) entledigen wollte, ihn also einfach als "erledigt" markierte, nachdem meine letzte Mail vom 21.04.08 deutlich machte, dass auf der anderen Seite eben kein einknickender, das Portemonnaie öffnender Kunde sitzt, sondern ein eher nervender, recht wehrhafter.

Völlig klar, dass keine Bewertung meinerseits stattfinden konnte, weder positiv noch negativ.
Eine Bewertung, gleich welcher Art, käme einer Bestätigung gleich, dass es eben wohl einen solchen Kontakt gegeben hätte.






Gut, am 21.04.08 erreichte mich also eine Mahnung seitens GMX. Zuerst per Email, unmittelbar vor der Sperrung des Accounts, und am Tag darauf auch -doppelt hält besser- per herkömmlicher Briefpost...

Sehr geehrter Herr xxx,
vor einigen Tagen haben wir Sie per Email über den fehlgeschlagenen Lastschrifteneinzug und damit
auf den Außenstand auf Ihrem Kundenkonto hingewiesen. Wir bitten Sie heute nochmals um umgehenden
Ausgleich der nachstehend aufgeführten Posten... .


Inhaltlich ansonsten nichts neues. Man behaart also auf seine Forderung, ohne auch nur mit einem einzigen weiteren Wort Stellung bezogen zu haben, warum eigentlich.

Wie wird es weiter gehen?

Direkt am 21.04.08, mit einer Antwort an GMX:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Hiermit widerspreche ich erneut Ihrer geltend gemachten Gesamtforderung!
Ich habe Sie im bisherigen Emailverkehr eindeutig zu einer Stellungnahme aufgefordert, in der Sie die Rechnung begründen könnten.
Gleichzeitig habe ich Ihnen die Ermächtigung zum Bankeinzug entzogen.
Weder haben Sie bisher eine Stellungnahme abgegeben, noch haben Sie sich an das Abbuchungsverbot gehalten!

Sie haben dadurch keinerlei Anrecht, zusätzlich Kosten "laut AGB" zu fordern.
Ich habe als Kunde das Recht, bei unbegründeten Forderungen eine Abbuchung zu verhindern. Dennoch haben sie drei Tage nach meinem Widerruf der Einzugsermächtigung mein Girokonto belasten wollen.
Sie behaupten, ich hätte Ihren Dienst "GMX NetPhone" genutzt, meine Ausführungen dazu haben Sie bisher ignoriert.

Sollten Sie sich nicht bereit erklären, diese Angelegenheit sorgfältig zu überprüfen und weiterhin auf Ihre Forderung bestehen, so werde ich aufgrund des geringen Geldwertes zwar vorerst vom Rechtsweg absehen, gleichwohl aber die Öffentlichkeit über Ihr Gebaren informieren.

Dass sie zwei weitere Beträge aus vergangenen Zeiten in Höhe von je 0,18 Euro auf die selbe Rechnung buchen, ist außer Acht zu lassen.
Diese Forderungen entstammen aus früherer Vertragsnutzung (ebenfalls nicht durch "GMX Netphone") und wurden -vermutlich aufgrund Geringfügigkeit- von Ihnen nicht zeitnah nach Entstehung der Forderung von meinem Konto abgebucht.
Ich anerkenne diesen Gesamtbetrag in Höhe von 0,36 Euro und werde die Überweisung dieser beiden Einzelposten umgehend veranlassen.

Hiermit fordere ich Sie nochmals erneut auf, unter Inbezugnahme meiner bisherigen Stellungnahmen, den Vorfall zu prüfen.

Hochachtungsvoll

xxx


Selbstverständlich veranlasste ich unmittelbar die Überweisung zweier Einzelbeträge in Höhe von je 0,18 Euro, wie zuvor bereits angedeutet.

Eigentlich hätten sie schon früher überwiesen werden können/sollen/wollen, jedoch beachtete ich nicht die Tatsache, dass meine Hausbank 2 identische Beträge an den selben Empfänger direkt hintereinander nicht ausführt, als Schutz vor ungewollten Doppelüberweisungen.
Dass der Verwendungszweck jeweils ein anderer war ( 311..., 319...) scheint der Bank -leider- unerheblich.
So ist der erste Versuch, die jeweils 18 Cent zugleich online zu überweisen, fehlgeschlagen.


Dies war übrigens auch eine der letzten Mails, die unter dem besagten Account versendet werden konnte, die Sperrung ließ nicht mehr soo lange auf sich warten.

Doch was war das?

Offenbar reagierte man auf einmal auf meinen beharrlichen Widerspruch?!






Sonntag, 15. Juni 2008
Noch am selben Montag, 07.04.08 um 16:16 Uhr erreichte dann auch schon die nächste Email das Postfach, dieses Mal wegen einer Rücklastschrift:

Sehr geehrter Herr xxx*,

der letzte Lastschrifteinzug ist leider fehlgeschlagen. Dazu senden wir Ihnen ein im PDF-Format (ruecklastschrift.pdf) erstelltes Dokument, mit der Bitte, die dort aufgeführten und offenstehenden Forderungen auszugleichen.

Das Dokument können Sie mit Hilfe des Programms 'Acrobat Reader' öffnen und für Ihre Unterlagen ausdrucken (Download 'Acrobat Reader' unter http://www.adobe.com/products/acrobat/readstep2.html ).

Mit freundlichen Grüßen

Ihre GMX Internet Services GmbH

GMX Internet Services GmbH - Frankfurter Ring 129, 80807 München - HRB München 147829 - Geschäftsführer: Markus Huhn



Der geforderte Betrag war laut Einzelaufstellung nun ein weeenig höher, als die zuvor erwähnten 2,65 Euro:

K8xxxxxx* 311xxxxxx 26.11.2006 0,18 EUR
K8xxxxxx 309xxxxxx 25.07.2006 0,18 EUR
K8xxxxxx 319xxxxxx 25.03.2008 2,65 EUR
Bearbeitungsgebühr, lt. AGB 9,60 EUR
Summe 12,61 EUR



*persönliche Daten -wie immer- unkenntlich gemacht.


Wie das zustande kommt, ist schnell erläutert:

GMX hat trotz des ausgesprochenen Verbotes vom 25.03.08 bis zur vollständigen Klärung der Angelegenheit ein paar Tage später vom Girokonto abgebucht.
Das habe ich mir natürlich nicht gefallen lassen, und meine Hausbank per Mail um Rückbuchung gebeten, was natürlich prompt erledigt wurde.

Damit wurde die "Bearbeitungsgebühr, lt. AGB 9,60 EUR" offenbar bereits fällig.

Wo kommen die zwei mal 0,18 Euro her?

Auch das ist erklärbar:

Während zweier Abrechnungszeiträumen im Jahr 2006 habe ich jeweils 2 SMS über den sogenannten SMS-Manager von GMX gesendet, zum Stückpreis von 0,09 Euro.

Die dabei entstandenen Kosten wurden schlicht nicht zeitnah abgebucht, wenngleich unmittelbar nach Ende des jeweiligen monatlichen Abrechnungszeitraumes eine -vermutlich automatisch erstellte- Rechnung per Mail eintrudelte.

Hab die fehlenden Abbuchungen wohl nicht mal bemerkt, und wurde erst jetzt drauf aufmerksam, als diese beiden Posten nun zusätzlich in der Mail vom 07.04.08 auftauchten.

Deshalb im Emailarchiv diese Posten (inklusive der obligatorischen Einzelaufstellung) rausgesucht und mit den Bankunterlagen verglichen.

Dass sie es zuvor selbst nicht abgebucht haben, mag an der Geringfügigkeit gelegen haben. Sicher wollten sie erst lohnenswertere Beträge ansammeln.


Da ich aber eigentlich noch der Bearbeitung der Anfrage harrte, wartete ich erst ein paar Tage ab, ging ja davon aus, dass diese "Rücklastschrift-Mail" ebenfalls automatisiert verschickt wurde, unabhängig von etwaigen Anfragen/Ein- und Widersprüchen... bis am 21.04.08 die Mahnung folgte und mein Emailaccount kurz darauf gesperrt wurde... .

Die Details dazu und noch viel mehr gibts im nächsten Beitrag.






Samstag, 7. Juni 2008
Wie schon vorher angemerkt, machte man sich seitens GMX offensichtlich nicht mal die Mühe, mein Anliegen zu verstehen. Daher legte ich am 07.04.08 per weiterer Email nach, dieses Mal durchaus ein wenig gereizt, aber dennoch vertretbar, wie ich meine:

Sehr geehrte Frau xxx*!

Scheinbar gibt es Ihrerseits mindestens ein Verständnisproblem. Daher will ich so freundlich sein, und es nochmal erklären:

Ich habe Ihren Dienst "GMX NetPhone" nicht genutzt. Seit langem nicht. Seit weit mehr als 2 Jahren nicht. Diesen Dienst habe ich früher lediglich via PC-TO-PHONE genutzt, und selbst das äußerst selten.
Die entsprechende Software habe ich seit einem Festplattenwechsel vor mehreren Monaten nicht mal mehr installiert.

In meinem Account bei 1und1 ist die Nummer xxxxxxxxxxx eingetragen. Diese Nummer nutze ich hardwareseitig mit einem analogen Telefon. In meiner Fritzbox ist die Nummer xxxxxxxxxxx eingetragen. Als Anbieter ist dort 1und1 eingetragen.

Durch meinen Wechsel von der Telekom zu 1und1 ist NICHT von einem plötzlichen Wiederaufleben des NICHT installierten "GMX Netphone"-Dienstes auszugehen. Sie sind NICHT als mein Anbieter eingetragen.

Für interne Querelen bzgl. meiner Rufummer bin ich nicht verantwortlich. Da GMX und 1und1 verpartnert sind, schließe ich eine interne Fehlleistung nicht aus, halte mich daran aber schadlos.

Die Notwendigkeit, die Rufnummer in meinem Account bei GMX für VOIP zu löschen, erkenne ich mangels fehlender Begründung Ihrerseits, wie die von Ihnen erstellte Rechnung zustande kommt, nicht.
Wenn ich diesen Dienst nicht nutze, dürfen mir keine entsprechenden Kosten entstehen.
Sie haben nicht das Recht, Telefonate, die nicht über die Telekom geführt werden, automatisch sich selbst zuzuordnen. Zumal meine Einstellungen, wie oben bereits erläutert, nicht auf GMX in irgendeiner Weise schließen lassen.

Derzeit geht es nur um eine sehr geringe Forderung. Aber auch dieser werde ich nicht der Bequemlichkeit halber zustimmen.
Die Einzugsermächtigung musste ich Ihnen leider entziehen, den von Ihnen DENNOCH abgebuchten Betrag zurückfordern.
Dieser Aufwand ist unbefriedigend für mich.

Ich erwarte eine AUSFÜHRLICHE Stellungnahme in aller DEUTLICHKEIT und weise vorsorglich NOCHMALS darauf hin, dass Ihnen (GMX) weitere Abbuchungen von meinem Konto bis auf weiteres untersagt sind.
Ferner bin ich bereit, die Angelegenheit durch einschlägige Verbraucherschutzorganisationen prüfen zu lassen. Insofern werde ich bis zu einer Klärung der Angelegenheit auch keinerlei Änderungen an den Einstellungen in meinem Account bei GMX vornehmen. Diese Einstellungen dienen der Dokumentation.

Hochachtungsvoll

xxx



Was auf diese Mail vom 07.04.08 als Antwort seitens GMX kam, übrigens noch am selben Tag, um nicht zu sagen "postwendend", ist schnell erzählt:



Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wir können Ihnen keine andere Mitteilung machen.

Sie können diese Rufnummern (üblicherweise nach Ausführung der
Kündigung) über Ihren Account http://www.gmx.de

--> Login
--> links: DSL-Telefonie
--> rechts "Mülleimersymbol"

gänzlich für GMX-VoIP deaktivieren.

Sollten Sie keine Löschung der bestehenden Rufnummern wünschen, so
weisen wir Sie abschließend nochmal darauf hin, das die
Serviceleistungen kostenpflichtig ist.

Mit freundlichen Grüßen

Elena xxx
Rechnungsstelle
GMX Internet Services GmbH



*Namen und Telefonnummern natürlich unkenntlich gemacht.


Besonders der letzte Satz ist bezeichnend: Ich werde also nochmals darauf hingewiesen, dass die Serviceleistung kostenpflichtig sei. Ja, welche denn verdammt nochmal???

Eine, die ich nicht in Anspruch genommen habe, seit mehr als 2 Jahren? Eine, die ich auch bei weitem nicht vorhatte, je wieder zu nutzen??? Eine, dessen zugehörige Software sich schon lange nicht mehr auf meinem Rechner befand???


Es geht -natürlich- noch weiter. Sogar sehr viel weiter, mittlerweile... Doch davon berichte ich beim nächsten Mal.






Montag, 26. Mai 2008
und zwar am 04.04.08*:


Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Die T-Com Rufnummern werden dabei nicht automatisch gelöscht. Gespräche
über diese Rufnummern können, nach dem Tarifwechsel, für 1Ct./Minute ins
deutsche Festnetz, geführt werden.

Sie können diese Rufnummern (üblicherweise nach Ausführung der
Kündigung) über Ihren Account http://www.gmx.de

--> Login
--> links: DSL-Telefonie
--> rechts "Mülleimersymbol"

gänzlich für GMX-VoIP deaktivieren.

Sollten Sie keine Löschung der bestehenden Rufnummern wünschen, so
weisen wir Sie abschließend nochmal darauf hin, das die
Serviceleistungen kostenpflichtig ist.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Elena xxx
Rechnungsstelle
GMX Internet Services GmbH



Hmmm... gut. Das war also die Antwort auf die schon früher hier zitierte Anfrage... oder doch nicht?

So richtig hatte ich nicht den Eindruck, dass jemand überhaupt meinen Einwurf zur Kenntnis genommen hatte...


Okay, vielleicht wäre jetzt ein passender Zeitpunkt gewesen, einen Schlussstrich zu ziehen:
Einfach den Mund halten und den geforderten Betrag in Höhe von 2,65 Euro begleichen bzw. vom Konto abbuchen lassen.

Wäre ja bezahlbar gewesen, eigentlich.

Andererseits:
Warum eine ungerechtfertigte Forderung bezahlen?
Wenn man das einmal macht, kommt das nicht einem Eingeständnis gleich, dass man die behaupteten Kosten verursacht hat?
Folgen dann weitere Rechnungen?
Wie hoch würden die dann ausfallen?

Also meinerseits schnell nochmal nachgelegtgefragt.
Diesmal allerdings ein wenig gereizter!
Zeichnete sich doch schon ab, wie die Sache eskalieren würde... .

*Namen, wie immer, unkenntlich gemacht.