telefongenervter am 29. Juni 08 im Topic 'Kundenpflege nach Art von GMX'
Warum weitere Antworten von GMX ausblieben, zeigte sich sehr bald.
Ein Brief per Standardpost, mit Datum vom 09.05.08, erreichte mich:
Diesmal jedoch nicht mehr von GMX, geschweige denn von 1und1, sondern ein Inkassobüro mit dem klangvollen Namen BFS risk & collections GmbH im Briefkopf, als Firmenlogo rechts daneben allerdings ein abweichender Name infoscore INKASSO, meldete sich dann auch mal zu Wort:
Forderung der
GMX Internet Services GmbH
aus Dienstleistungsvertrag
Sehr geehrter Herr xxx,
wir zeigen an, dass uns das vorbezeichnete Unternehmen beauftragt hat, seine Interessen Ihnen gegenüber wahrzunehmen.
Aus den uns zur Verfügung gestellten Unterlagen ergibt sich, dass Sie unserer Auftraggeberin aus laufender Geschäftsbeziehung die nachfolgend aufgeführten Beträge - einschließlich unserer Inkassovergütung - schuldig sind:
Haupt- / Restforderung 19,36 EUR
5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen bis zum 16.05.2008 0,04 EUR
Vorgerichtliche Mahnauslagen 10,00 EUR
Auslagen gem. § 670 BGB 7,00 EUR
Inkassovergütung 12,30 EUR
Wir fordern Sie auf, den Gesamtbetrag von 48,70 EUR
bis zum 16.05.2008 an uns zu überweisen
Nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist werden wir umgehend das gerichtliche Mahnverfahren gegen Sie einleiten.
Wir weisen schon jetzt darauf hin, dass für diesen Fall die Gesamtforderung zum Zwecke der gerichtlichen Einziehung
an uns abgetreten wird.
Mit freundlichen Grußen
BFS risk & collection GmbH
Dieses Schreiben ist maschinell erstellt und ohne Unterschrift gültig
Gemäß § 33 Abs. 1 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) teilen wir Ihnen mit, dass wir gemäß § 28 Abs. 1 Nr. 2 BDSG die zur Durchführung unseres Einzugsmandats notwendigen Daten zu Ihrer Person wie Name, Adresse, ggfs. Voranschriften und Geburtsdatum, sowie Date zum Stand der Vorgangsbearbeitung (z.B.Mahnverfahren, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen) speichern.
Hey, so dachte ich, nicht schlecht, da steht ja eine normale Telefonnummer unter dem Firmenlogo!
So ganz ohne Servicenummernkosten von 0,99 EUR/min.!
Da kann man ja mal anrufen, weil kostet ja nichts. Ist ja durch die 1und1 Telefonflatrate abgedeckt, gelle?
Also eigentlich geschockt war ich nicht mal durch dieses Inkassobüro, welches seinen Namen für ungeklärte Forderungen hergibt.
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich in grauer Vorzeit selbst mal für einen Internetserviceprovider (ISP) tätig war.
Jawohl, sogar im (Achtung, nicht lachen!) Kundenservice!
Aus eben dieser Zeit ist mir durchaus geläufig, dass unbequeme Forderungen gerne mal massenweise (so etwa einmal im Monat im Bündel, je nach Fälligkeitsdatum einer Forderung an Kunden) zum Schnäppchenpreis an interessierte Inkassounternehmen verkauft werden.
Ich betone: Sie werden verkauft!
Also nichts mit "Wir haben den Auftrag, bla... ." Unser Auftraggeber, ...sülz..." usw. Schon mit der Übergabe an ein Inkassobüro klinkt sich der gemeine ISP aus.
Die offenen Rechnungsposten bestehen für ihn einfach nicht mehr. Ebensowenig, wie der Kunde.
Die Forderung wird abgetreten!
Damals zahlte unser (namhaftes) Partner-Inkasso im Schnitt 40 % der eigentlichen Forderung an uns.
Wir, der ISP, hatten den Spatz in der Hand, und sie die fette fette Taube auf dem Dach.
Mussten sie halt nur noch selbst runter schießen.
Folgendes Rechenbeispiel hätte seine Gültigkeit, sollte dieses, sich an mich wendende, Inkassounternehmen ähnlich handeln, wie unser damaliges:
Eigentliche Forderung (sogenannte Hauptforderung):
19,36 EUR
Bezahlt an den ISP zum Aufkauf dieser Forderung:
7,74 EUR
Dem vermeintlichen Schulder gegenüber geltend gemachte Gesamtforderung:
48,70 EUR
Gewinn vor Abzug der tatsächlich entstandenen Kosten (automatisierter Brief, usw.):
40,96 EUR
Gut, folgende Einschränkung müsste man bei diesem Beispiel machen:
Dieser Gewinn gälte selbstversändlich nur für den Fall, dass der betroffene Adressat, wie in diesem Fall meinereiner, auf die vom Inkassounternehmen behauptete Forderung eingeht.
Entweder aus spontaner Einsicht, oder um weiterem Ärger aus dem Weg zu gehen.
Auf gewisse Weise einschüchternd wirken solche Schreiben von Inkassounternehmen in jedem Fall...
Soviel zum Thema "Drohkulisse"
Beim nächsten Mal lest Ihr von meinem Anruf bei eben diesem Inkassounternehmen.
Ein Brief per Standardpost, mit Datum vom 09.05.08, erreichte mich:
Diesmal jedoch nicht mehr von GMX, geschweige denn von 1und1, sondern ein Inkassobüro mit dem klangvollen Namen BFS risk & collections GmbH im Briefkopf, als Firmenlogo rechts daneben allerdings ein abweichender Name infoscore INKASSO, meldete sich dann auch mal zu Wort:
Forderung der
GMX Internet Services GmbH
aus Dienstleistungsvertrag
Sehr geehrter Herr xxx,
wir zeigen an, dass uns das vorbezeichnete Unternehmen beauftragt hat, seine Interessen Ihnen gegenüber wahrzunehmen.
Aus den uns zur Verfügung gestellten Unterlagen ergibt sich, dass Sie unserer Auftraggeberin aus laufender Geschäftsbeziehung die nachfolgend aufgeführten Beträge - einschließlich unserer Inkassovergütung - schuldig sind:
Haupt- / Restforderung 19,36 EUR
5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen bis zum 16.05.2008 0,04 EUR
Vorgerichtliche Mahnauslagen 10,00 EUR
Auslagen gem. § 670 BGB 7,00 EUR
Inkassovergütung 12,30 EUR
Wir fordern Sie auf, den Gesamtbetrag von 48,70 EUR
bis zum 16.05.2008 an uns zu überweisen
Nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist werden wir umgehend das gerichtliche Mahnverfahren gegen Sie einleiten.
Wir weisen schon jetzt darauf hin, dass für diesen Fall die Gesamtforderung zum Zwecke der gerichtlichen Einziehung
an uns abgetreten wird.
Mit freundlichen Grußen
BFS risk & collection GmbH
Dieses Schreiben ist maschinell erstellt und ohne Unterschrift gültig
Gemäß § 33 Abs. 1 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) teilen wir Ihnen mit, dass wir gemäß § 28 Abs. 1 Nr. 2 BDSG die zur Durchführung unseres Einzugsmandats notwendigen Daten zu Ihrer Person wie Name, Adresse, ggfs. Voranschriften und Geburtsdatum, sowie Date zum Stand der Vorgangsbearbeitung (z.B.Mahnverfahren, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen) speichern.
Hey, so dachte ich, nicht schlecht, da steht ja eine normale Telefonnummer unter dem Firmenlogo!
So ganz ohne Servicenummernkosten von 0,99 EUR/min.!
Da kann man ja mal anrufen, weil kostet ja nichts. Ist ja durch die 1und1 Telefonflatrate abgedeckt, gelle?
Also eigentlich geschockt war ich nicht mal durch dieses Inkassobüro, welches seinen Namen für ungeklärte Forderungen hergibt.
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich in grauer Vorzeit selbst mal für einen Internetserviceprovider (ISP) tätig war.
Jawohl, sogar im (Achtung, nicht lachen!) Kundenservice!
Aus eben dieser Zeit ist mir durchaus geläufig, dass unbequeme Forderungen gerne mal massenweise (so etwa einmal im Monat im Bündel, je nach Fälligkeitsdatum einer Forderung an Kunden) zum Schnäppchenpreis an interessierte Inkassounternehmen verkauft werden.
Ich betone: Sie werden verkauft!
Also nichts mit "Wir haben den Auftrag, bla... ." Unser Auftraggeber, ...sülz..." usw. Schon mit der Übergabe an ein Inkassobüro klinkt sich der gemeine ISP aus.
Die offenen Rechnungsposten bestehen für ihn einfach nicht mehr. Ebensowenig, wie der Kunde.
Die Forderung wird abgetreten!
Damals zahlte unser (namhaftes) Partner-Inkasso im Schnitt 40 % der eigentlichen Forderung an uns.
Wir, der ISP, hatten den Spatz in der Hand, und sie die fette fette Taube auf dem Dach.
Mussten sie halt nur noch selbst runter schießen.
Folgendes Rechenbeispiel hätte seine Gültigkeit, sollte dieses, sich an mich wendende, Inkassounternehmen ähnlich handeln, wie unser damaliges:
Eigentliche Forderung (sogenannte Hauptforderung):
19,36 EUR
Bezahlt an den ISP zum Aufkauf dieser Forderung:
7,74 EUR
Dem vermeintlichen Schulder gegenüber geltend gemachte Gesamtforderung:
48,70 EUR
Gewinn vor Abzug der tatsächlich entstandenen Kosten (automatisierter Brief, usw.):
40,96 EUR
Gut, folgende Einschränkung müsste man bei diesem Beispiel machen:
Dieser Gewinn gälte selbstversändlich nur für den Fall, dass der betroffene Adressat, wie in diesem Fall meinereiner, auf die vom Inkassounternehmen behauptete Forderung eingeht.
Entweder aus spontaner Einsicht, oder um weiterem Ärger aus dem Weg zu gehen.
Auf gewisse Weise einschüchternd wirken solche Schreiben von Inkassounternehmen in jedem Fall...
Soviel zum Thema "Drohkulisse"
Beim nächsten Mal lest Ihr von meinem Anruf bei eben diesem Inkassounternehmen.
0 Kommentare
| Kommentieren